Die nachfolgenden Informationen stammen aus Aufzeichnungen meiner Mutter, die sich wiederum auf Elise Panitz beruft („Tante Elise“), und aus Fundstücken aus dem Nachlass meiner Mutter.
Die Familie Popp ist in Langenburg angeblich bis 1591 urkundlich bekannt, zuerst als Bauerngeschlecht, dann als Besitzer einer Ziegelhütte. Der Vater meiner Urgroßmutter Rosina, J. E. Popp ?, soll ein strenger und gläubiger Mann gewesen sein. Er hatte in seinem Garten eine Holzhütte, dort lag eine Bibel, in der er täglich las.

Er muß aber auch kunstsinnig gewesen sein, denn er malte hübsche Bilder wie das obige Bild seiner Ziegelhütte und hatte auch einen Sinn für Poesie, wie das nachfolgende Albumblatt von 1836 zeigt. Ich stelle ihn mir als typischen Vertreter der Romantik und des Biedermeier vor.

Er war reiselustig, zu Fuß und per Bahn, und besuchte alle Verwandten. Als er einen ehemaligen Knecht in Amerika besuchen wollte, soll seine Frau gesagt haben: „Du bleibscht da!“.
Sie, Urgroßmutter Popp, hatte 10 Kinder, die alle auf einer Stammtafel verzeichnet sind.
Sie lebten auf der Ziegelhütte. Diese lag etwas außerhalb von Langenburg.

Sie wurde 1948 abgerissen und neu aufgebaut. Dazu gibt es ein Gedicht von Karl Popp, das meine Tante Elise aufgeschrieben hat.

Auch heute lebt dort eine Familie Popp. Auf dem ehemaligen Ackergrund ist jetzt ein Feriendorf der Evangelischen Kirche entstanden.